Bericht des Bezirksjägermeisters

Gedanken zum „heiligen Hubertus“

Seit vielen tausend Jahren lebt der Mensch als Jäger und Sammler. Die Jagd war existentiell und so gab es immer viele Rituale und glücksbringende Handlungen. Man kann daher auch mit Sicherheit davon ausgehen, dass es in der grauen Vorzeit eine Gottheit der Jagd gegeben haben muss (Diana).

Dieses magische Denken findet sich in der Heiligenver – ehrung des heiligen Eustachius bzw. des Heiligen Hubertus wieder. Abbildungen zeigen den Heiligen, dem ein Zehnender mit einem Kreuz zwischen den Geweihstangen erscheint.

Die Legende kann uns ermahnen das Wild bzw. die Natur ehrfürchtig und maßvoll zu behandeln. In diesem Sinn bedeutet der biblische Auftrag „Macht euch die Erde untertan“: „Geht maßvoll und respektvoll mit der Natur und Umwelt um. Unsere Gesellschaft entfernt sich immer weiter von der Natur und verliert teilweise den Bezug zu ihr. So fehlt immer öfter der Bezug zum Tier und zur Pflanze und zu den  Lebensmitteln. Wie der Bauer langsam aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwindet, sind auch der Förster und der Jäger davon betroffen.

Im allgemeinen Bewusstsein entsteht ein Bild des Bambi und Katzentöters und des schießwütigen Bleivergifters. Der Jäger als Artenschützer, der für die Hege des Wildes sich auch als Pfleger der Natur sieht, wird nicht so gern wahrgenommen. Der Jäger erkennt sehr schnell die Veränderungen in der Natur und ist somit ein wesentlicher Faktor beim Natur- und Umweltschutz. Aus diesen Gründen steht der Jäger für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und für eine weidmännische Bejagung des Wildes.

Ich möchte mich beim Jagdschutzverein Zweigstelle Weiz für die hervorragende  Zusammenarbeit auf Bezirksebene herzlichst bedanken.

Für das restliche Jagdjahr wünsche ich einen guten Anblick und ein kräftiges Weidmannsheil.
Alles Gute und viel Gesundheit für das bevorstehenden Jagdjahr 2014/2015.

Euer BJM Josef Kleinhappl